|
Rumänien |
Ukraine |
Slowakei |
Polen
|
Deutschland |
|
Woche 1 |
2 |
3 |
4 |
5 |
6 |
7 |
8 |
9 |
10 |
11 |
12 |
13 |
14 |
15 |
16 |
| Aufbruch
 |
1. April Beobachtungen:
Bärenspuren, frische Wolfspuren + Losung, einen grossen Hrisch.
Das Backup Team ist komplet. Morgens früh um 9:00
geht es los. Anwesend ist ARD Radio und TV und rumänisches TV. Leider haben
Ralf und Michael absagen müssen.Am Abend lagern wir
hoffentlich zwischen Poiana Maralui und Sinca Noua.
Wir sind mehr oder weniger pünkltlich aus der Schlucht am National Park
Piatra Craiului gestartet. Vom ARD und vom rumänischen TV wurde der Start aufgezeichnet. Wir
sind bis zur Wolfshütte mit Poiana und Crai gelaufen und dort gab es noch
ein paar Interviews und TV- Aufnahmen. Die Kinder von Zarnesti Schule sind
mitgekommen. Um 14.00 sind wir dann weiter gelaufen. Ein langer Fussmarsch
durch das Barsa Fierului Tal. Dann kam ein ungemein anstrengender Aufstieg
mit dem Zugwagen von Thilo. Die Mischung aus weichem Schnee und Bachwasser war
knochenarbeit. Auf der anderen Seite mussten wir wieder runter. Um 20:30
waren wir am Lager das vom Backup Team vorbereitet wurde. Wir haben Spuren
von Bär und Wolf gesehen und eine frische Kotprobe genommen. Einen Hirsch
haben wir auch gesehen. Es wurde kalt in der Nacht. |
   
Alan
Ana
Catalin
Shira
  
Jürgen
Markus
das bin ich selber |
2. April Beobachtungen:
3 Rehe, Spuren und alte Losungen von Luchs, Wolf, Dachsspur
Wir müssen uns
erst mal einrichten bis alles gut klappt. Um ca. 10:00 konnten wir starten mit
leichten Gepäck durch den zweiten Abschnitt des Persan Gebirges. Ein schöner
wenn auch nicht leichter Aufstieg über eine Hügelkette. Wir haben immer
wieder Spuren vom Wolf und Luchs bzw. alte Losungen gefunden. Die
Orientierung ist nicht leicht, weil es keine Wanderewege und nur eine alte
Karte gibt. Wir müssen nach der Anstrengung des gestrigen Tages unsere Füsse schonen. Trotzdem
verpassen wir in den Hügel eine Abbiegung und müssen runter und steil wieder
rauf. Thilo schleppt als Photograph das schwerste Gepäck. Um 17:00 sind wir
an der Hauptstrasse und kontaktieren das Backup Team. Die haben schon ein
Lagerplatz gesucht und führen uns hin. Es wird wieder kalt. Es ist jetzt
20:00. |
 |
3. April Beobachtungen:
2 Rehe, 6 Hirsche, alte Wolfspur, Waldkautz, Bärenspur kurz vor Strasse,
Es waren letzte Nacht -10°C. Zum Ausgleich haben
wir am Tag wunderbares Wetter mit fast 20°C und Sonne pur. Erst am
Nachmittag hat es sich etwas bezogen. Markus und ich sind alleine Unterwegs.
Durch ein Gebiet ohne Wege. Ständiges Rauf und Runter schlaucht ungemein. Um
13:00 Uhr haben wir noch ca. 10km Luftline vor uns. Keine Quellen, weil wir
nur noch auf den Hügelkämen gehen. Verliere meine Wasserflasche. Markus
teilt den Rest seines Wassers mit mir. Um 18:00
kommen wir müde an. |
 |
4. April Beobachtungen:
5 Füchse, 3 Eulen, 4 Rehe, mind. 8 Hirsche, Spuren von Bär, Wolf, Luchs,
Dachs, Fuchs Eine weitere Strecke durch die
Persan Hügelkette. Wir finden einen alten markierten Wanderweg. wunderschöne
Wanderung. Sehr lang. Um 14:30 sind es noch 9km Luftlinie. Der Wanderweg
führt über jeden kleinen Gipfel. Am Ende müssen wir noch über einen Hügel um zum
Lager zu kommen. Um 19:30 kommen wir an.
Alle sind sehr müde, das waren deutlich über 25km die wir gelaufen sind. |
 |
5. April Pause! Nach
all der Anstrengung durch die wegelose Wildniss habe ich allen eine Pause
gegönnt. Wir waren einen halben Tag zu schnell und unsere Füsse benötigten
dringend eine Auszeit um zu regenerieren. Ich nutze die Zeit um am Tagebuch
zu arbeiten und einige Dinge vorzubereiten. Thilo und Markus sind mit Shira
unterwegs um Motive für die Kamera zu finden. Ein schöner Ausblick unterstützt
die Erholung. Mittags ruft WDR 2 an und fragt mich ob ich abends für ein
Interview Zeit habe. Alles im allem ein gemütlicher Tag. Leider funktioniert
die Infrarotverbindung zwischen Laptop und Handy nicht. Wir haben
weitere 5 km durch den weglosen Buchenwald umfahren um die Pause auch voll
ausschöpfen zu können.
Thilo schlägt sich seinen Zeh blutig. |
 |
6. April Beobachtungen:
alte Luchslosung Wasseramsel und Thilo findet Wolf und Bärenspuren.
Markus und ich nehmen die Virghis Schlucht in
Angriff. Thilo empfehle ich seine Verletzung erst etwas ausheilen zu lassen,
um einer Entzündung vorzubeugen. Er will nur etwas herumlaufen in der
Schlucht für ein paar Aufnahmen. Ein herrliche Schlucht mit abenteuerlichen
Brücken. Die Shira muss ich tragen. Wir treffen Thilo und zusammen gehen wir
auf einen Sattel über der Schlucht wo unser erstes Lager in der Wildniss
aufgeschlagen wird. Thilo geht zum Auto zurück. Wir haben nur unser Tarp
(die Zeltplane von Exped) dabei. Es gibt Suppe mit Nudeln. Ein schöner
einfacher Tag. |
|
Hallo „Zame“
Unser Camp liegt am Fuße der
Hargitha Gebirges und ich genieße den Ruhetag bei schönstem
Frühlingswetter.
Diese Gelegenheit möchte ich
nutzen um allen meinen Bekannten und Freunden und meiner Familie einen
lieben Gruss zu schicken. Alle sind wohlauf ein super Team. Erstaunt bin ich
über die schlechte Beteiligung aus der Schweiz bei diesem Projekt. Da
bleiben bei mir doch gewisse Fragen offen.
Frage 1: Haben wir in der Schweiz
nicht auch ein Problem mit Luchs, Bär und Wolf?
Frage 2: Wo bleiben unsere Tier-
und Naturschutzverbände und Organisationen?
Frage 3: Kämpft da jeder für sich
an verschiedenen Fronten?
Wäre es nicht Sinnvoll sich
einmal Gedanken über solche Fragen zu machen?
Gruß Markus
|
7. April Die Nacht war
etwas windig auf dem Sattel Shira hat Nachts ein Tier verscheucht, dass
direkt neben uns im Wald war. Der Abstieg zum nächsten Camp geht durch eine
malerische Tallandschaft mit sehr wenigen Häusern zu Beginn. Dann kommen wir
in die Wochenendsiedlungen in der Nähe von Vlahita. Nach ca. 26km Wegstrecke
verlassen wir das Persangebiet und erreichen das letzte Camp der ersten
Woche am Anfang des Hargitha Gebriges. Wir sind genu im Zeitplan. Auf der
Wanderung haben wir keine Spuren erkennen können. Um 16:30 sind wir am
Lager. Sehr schön gelegen. Am Abend gab es Lagerfeuer und Musik zum
Abschluss der ersten erfolgreichen Woche. |