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Tagebuch "Der Weg der Wölfe" Expedition
2005: zu Fuß durch die Karpaten von Rumänien bis Deutschland über 2000 km.

14. Woche
Hier gibt es
eine Liste mit Anschriften von Pensionen in der Umgebung von Rietschen, dem Ort
in dem ich am 20. Juli in Deutschland angekommen bin.
Hier gehts
zur nächsten Möglichkeit an meinem Projekt teilzunhemen.....
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Deutschland |
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Woche 1 |
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Christina
Leonard
Ingo

Sascha
Wenzel |
1. Juli Hier ein
Beitrag von Christa, die uns vorige Woche begleitet hat.
Wellness-Woche im Backup-Team
Wer meint, die Expedition sei nur etwas für stramme Wanderburschen, der
irrt. Ich reiste mit Rueckenproblemen an und erlebte eine unglaublich
wohltuende Woche mit dem Backup-Team, die mich fit machte fuer meine
Trekking-Tour durch die Beskiden. Das Rundum-Verwoehn-Programm uebertraf
jeglichen Komfort von Wellness-Farmen. Joerg hat nicht nur das Zelt
hergerichtet, er kochte auch vorzueglich im Camp und auf Marktplaetzen. Alan
hat ein Gespuehr fuer super Camp-Plaetze und unser gemeinsames
Santana-Konzert war ein riesiger Erfolg (siehe Bild). Juergen fuellte
unentwegt die Futtervorraete auf und erklomm sogar das Dach des Landrovers,
um die besten Kirschen zu pfluecken. Peters Mundharmonika brach am
Lagerfeuer die Herzen der wildesten Frauen...
Der Heilungseffekt fuer body und soul ist unmittelbar eingetreten. Es war
eine Wahnsinns-Zeit mit Euch! Danke! Gruesse aus den Ostbeskiden Christa
Heute am frühen morgen, um 4:45 sind Alan und Hans
nach Opole gefahren um Christina, Leonard und Wenzel am Busbahnhof um 6:10
abzuholen. Eine Stunde später kamen auch Sascha und Ingo an. Der erste Bus
hatte aber über eine Stunde Verspätung und so kamen alle fast gleichzeitig
an. Sascha und Ingo, mussten allerdings noch warten, bis Jürgen mit dem
Landrover kam. Jürgen musste zunächst Christa, Regina und Birga nach Opole
bringen, deren Bus erst nach 18:00 zurück
nach Deutschland ging.
Am frühen Nachmittag haben es alle geschafft und
sind im Lager eingetrudelt. Christina, Leonard und Wenzel waren schon um
9:30 da und haben es sich gemütlich gemacht. Trotz einiger Wolken scheint
die Sonne fast den ganzen Tag. Erst um 17:00 kam das Gewitter, dass ich schon
am Nachmittag erwartet habe und es regnet. Mal sehen wie es morgen wird. |

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2. Juli Beobachtungen:
4 Hirsche, Spuren von Reh, Hirsch und Wildschwein, Dachsspuren
Heute schreibt Christina mal das Tagebuch:
Heute sind wir um 7,30 Uhr
aufgestanden, haben schnell gefrühstückt und sind dann erst mal ohne
Rucksack losgewandert. Um 3,00 Uhr trafen dann endlich auch das Backup Team,
die uns unsere relativ schweren ,Rucksäcke gaben. Wir haben dann noch 4
Hirsche gesehen, Knochen von einem Reh, eine Spur von einem Dachs, viele
Fuchs-, Schaf-, Ziegen- und Rehspuren entdeckt.
Eventuell auch eine Spur eines
Waschbären.
Wir sind heute ungefähr 19
Kilometer gelaufen. Am Abend taten Allen die Füße weh.
Nachdem Alan, Ingo und ich
losgelaufen sind um Wasser für die Suppe zu holen und einen Bach fanden,
saßen wir am Ende dieses Tages alle zufrieden im Gras. Darauf hat Peter
noch mal mit der Hündin Shira um die Wette geheult.
Unser Team ist sehr nett!
Heute Nacht schliefen wir
alle(bis auf Peter, der lieber draußen schlafen wollte) friedlich unter
unseren Tarps.
Christina |
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3. Juli Beobachtungen:
Reh, Spuren von Reh und Hirsch und Losungen die von einem Wolf stammen
könnten
Schlecht geschlafen habe ich in der Nacht. Ständig
hatte ich das Gefühl, dass irgendwo Zecken herumkrabbeln. Wir hatten ein Zeckencamp erwischt. Auf Shira
rannten tatsächlich ständig irgendwelche Zecken herum. Drei Zecken haben
mich, weil ich in kurzer Hose gelaufen bin am Bein erwischt, allerdings
hatte ich sie sofort bemerkt. Wegen dem schwülen Wetter war die Milch schon
sehr stichig. Wir finden derzeit kein Milchpulver mehr. Vom Tal her hörte
ich die ganze Nacht Musik. Ungewöhnliche Nachtgeräusche nach fast 4 Monaten
in Wildnis. Wir finden unterwegs Losungen mit vielen Haaren drin, die so
gross sind, dass sie glatt vom Wolf sein könnten. Leider war diese Losung
schon so alt und ausgespült, dass ich es nicht mehr genau sagen konnte.
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4. Juli Beobachtungen:
Hirsche, Spuren von Reh, Hirsch, Muffelwild
Es sollte ein einfacher gemütlicher Tag ohne Gepäck
werden. Es wurde ein langer und anstrengender Tag und alle waren froh,
als wir endlich das Basiscamp erreicht haben. Wir mussten ohne Wanderweg
durch den Wald finden, was dazu geführt hat, dass wir für 1,6km Luftlinie 3 Std.
Wandern mussten. Es waren derart viele Wege im Wald die uns ständig in die
Irre geführt haben statt zum blauen Wanderweg. Wegen der Täler mussten wir
ständige Umwege laufen. Als Entschädigung haben wir Hirsche gesehen und
später sind wir am Silberberg mit einer alten Festung vorbei gelaufen.
Das Lager war an einem Fischweiher bei einem
Förster. Der Weg dort hin war allerdings nicht einfach zu finden und ging um
jeden einzelnen Kamm und Hügel drum herum. Ich schätze das wir am Ende des
Tages anstatt 14km deutlich über 20km gelaufen sind. |
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5. Juli Beobachtungen:
Rehe, Spuren von Hrisch, Reh, Muffelwild, Dachs
Nach der unplanmässig langen und anstrengenden
Wanderung von gestern war heute eine kurze Wanderung fällig. Im Gegensatz
zur gestriegen Wanderung passt alles, und wir kommen auch ohne Markierung am
Anfang gut voran. Denn vom Lager müssen wir zunächst einen Weg finden bis
zum markiertem Wanderweg. Nicht einfach bei so vielen Forststrassen. Der
Vorteil heute ist, dass ich eine gute Karte habe. Wir haben nur leichtes
Gepäck dabei und schon bald sind alle ziemlich verschwitzt. Nach ca. 2
Stunden machen wir eine Pause und merken, dass das Wetter kühler wird. Wir
wandern bis auf 960m Höhe. Die Temperatur ist merklich abgekühlt und der
Nebel zieht durch die Bäume. Christina ist erstaunlich schnell mit ihren
kurzen Beinen und läßt sich die Führungsposition nur ungerne streitig
machen. Ich habe bedenken, dass das Wetter ganz umschlägt bevor wir am
vereinbartem Treffpunkt sind und bitte Hans und Alan bald zum Pass zu
kommen. Wir erreichen die Fahrzeuge und kurz darauf fängt es zu regnen an.
Das Lager müssen wir im Regen aufbauen, dass bedeutet alle bauen auf, bis
auf die die Kids, die bei mir im Wagen sind und ich arbeite am Komputer. Ich muss jetzt die
Pressemitteilungen für die Ankunft in Rietschen schreiben einige
Vorbereitungen in Deutschland treffen. Habe also neben den täglichen
Wanderungen jetzt viel Arbeit am Komputer zu erledigen. |
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6. Juli Beobachtungen:
Reh, Spuren von Reh, Hirsch, Muffelwild
Es hat die ganze Nacht geregnet und es war recht
kühl. Die Temperatur ist auf 7°C gefallen. Wir sind im Eulengebirge und
erklimmen die ca. 1000m hohe Spitze. Da wir heute die Hauptstrasse
überqueren, die auch vom Backup Team genutzt wird konnten wir unsere
Rucksäcke vorerst im Auto lassen. Gegen 11:00 erreichten wir die Strasse,
beim Wolfsberg. Es gibt sogar ein Werbeplakat mit zwei heulenden Wölfen
drauf. Es ist zugig und nach einem zweiten Früstück brechen wir mit den
Rucksäcken auf. Christina vorne weg aber auch Wenzel kommt mit dem Rucksack
besser zurecht als am Anfang. Wir müssen rund 7,5km laufen mit Rucksack
bevor wir unser heutiges Lager erreichen. Die Wälder sind deutlich
wirtschaftlich genutzt. Erstaunlich ist, wie häufig Pferde genutzt werden um
die Bäume aus den Wäldern bis zum Forstweg zu ziehen. Es handelt sich um
starke sehr gut gepflegte Pferde. Somit wird der Waldboden nur minimal
verdichtet. Gegen 15:30 erreichen wir einen kleinen Waldsee an dem wir
campieren können und bauen unsere Tarps auf. Mittlerweile ist die Vegetation
überall so hoch, dass wir immer mehr Schwierigkeiten haben einen Platz für
Zelte oder Tarps zu finden ohne im Gestrüpp und hohen Heuwiesen zu stehen. |
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7. Juli Beobachtungen:
Reh, Spuren vom Dachs, Reh, Hirsch Der See
ist Spiegelglatt. Alles ist vom Tau total nass. Es kommt selten vor, dass
jemand vor mir aufsteht. Aber Sascha und Ingo haben sogar schon Kaffee
gemacht und gefrühstückt, vor 7:00 morgens. Wir müssen heute mit Gepäck nur
bis zum Dorf runter das weniger als 1km entfernt ist. Um 9:25 unten
angekommen müssen wir noch auf Jürgen und Co warten. Dann quatschen wir
noch und nach einigen hin und her und Packaktionen gehen wir um 10:00
mit leichtem Gepäck weiter dem rot markiertem Weg folgend. Ziemlich bald
geht es steil den Berg hoch und Christina rennt vor Sasche und Ingo den Weg
hoch. Alle kommen fürchterlich ins schwitzen und Leonard und Wenzel kämpfen
tapfer den Weg hoch. Daraufhin übernehme ich die Führung wieder und
reduziere die Geschwindigkeit. Oben auf 890m
angekommen sind dort spannende Felsformationen mit einer super Aussicht. Wir
durchqueren derzeit einen Wald und Hügelpassagen südlich von Walbrzych. Im
Moment ist das gesamte Gebiet, dass wir in der letzten Woche durchquert
haben für Wölfe und Luchse als Lebensraum durchaus geeignet. Als Korridor
erst recht. Jedenfalls kommen wir nach 15km
am Lager an. Dabei haben wir noch ein riesiges sehr schönes Wiesengebiet
durchquert und Christina, Wenzel und ich hatten viel Spass beim rennenden
Abstieg durch den Wald. Wenzel hat heute sein
gelbes Trikot bekommen. Er hat sich toll gesteigert und ist heute fast nur
vorne gelaufen. Für diese Leistungssteigerung hat er es redlich verdient.
(Plus einer flasche Wasser über den Kopf.) |
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